Rembrandt als Bügelbrett: Daimler Art Collection ungleich anders

Für die neue Ausstellung ‘On the Subject of the Ready-Made or Using a Rembrandt as an Ironing Board‘ hat Bethan Huws, Konzeptkünstlerin aus Wales, ein auf die Räumlichkeiten das Haus Huth abgestimmtes Projekt mit rund 130 Werken aus der Daimler Art Collection konzipiert. Die Künstlerin sprengt mit ihrer Interpretation des Ready-made Konzepts kunsthistorische Gattungen, springt durch Zeitabschnitte und kombiniert ungleiche Stilrichtungen.

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Ready-made bezeichnet Alltagsgegenstände, die unbearbeitet oder unverändert in den Kunstkontext überführt werden. Erstmals hat dies der französische Künstler Marcel Duchamp (1887–1968) vollzogen. In Anlehnung an das 100-jährige Jubiläum der Erfindung des Ready-made ermöglicht die Daimler Art Collection Bethan Huws eine einzigartige Interpretation und Kombination dieser Kunstrichtung. Zu sehen ist die Ausstellung täglich von 11:00 bis 18:00 Uhr im Daimler Contemporary, Haus Huth am Potsdamer Platz in Berlin. Der Eintritt ist frei.

Aktuelles Ausstellungskonzept

Mit ihrem Konzept schlägt Huws eine Brücke zwischen 100 Jahre Ready-made und 130 ausgewählten Werken aus der Sammlung der Daimler Art Collection – von 1920 bis heute.

Die Konzeptkünstlerin bringt beispielsweise die Zeichnung „Apoll II“(1921/22) von Willi Baumeister und das Neonobjekt „Zero“ (2010) von Jan Henderikse zusammen, sie verbindet des Relief „Lèvres et glace a main“ (1927) von Hans Arp mit der vierteiligen Fotoarbeit „ Thomas“ (2005) der Konzeptkünstlerin Isabell Heimerdinger oder gruppiert eine Zeichnung von Georg Grosz (1927) mit der Fotografie „ Tunnel“ (1983) von Robert Mapplethorpe.

Zum 100-jährigen Jubiläum der Erfindung des Ready-made durch Marcel Duchamp hat Bethan Huws ein ortsbezogenes Projekt mit exemplarischen Arbeiten aus der Daimler Art Collection entwickelt.´Ihr Konzept setzt an bei der kombinatorischen Praxis und dem analytischen Anspielungsreichtum des Duchamp’schen Denkens. Bethan Huws überführt dieses in die visuelle Präsenz überraschender, wechselweise sich kommentierender Nachbarschaften von Werken aus einhundert Jahren Kunstgeschichte.Dr. Renate Wiehager, Leiterin der Daimler Art Collection.

Konzeption und Zielsetzung

Die Daimler Art Collection wurde 1977 gegründet und zählt heute zu den bedeutenden europäischen Unternehmenssammlungen mit internationalem Renommee. Die Sammlung umfasst rund 2.600 Werke von etwa 700 Künstlerinnen und Künstlern. Das frühe, zunächst auf Bildwerke bezogene Interesse, galt den Künstlern aus dem süddeutschen Raum, Lehrmeistern und Schülern unter anderem der Stuttgarter Akademie wie Adolf Hölzel, Oskar Schlemmer, Willi Baumeister, Hans Arp und Max Bill. Mit dem systematischen Aufbau und der konzentrierten inhaltlichen Ausrichtung auf abstrakt-konstruktive, konzeptuelle und minimalistische Positionen hat die Daimler Art Collection ein klares und kunstwissenschaftlich fundiertes Profil ausgeprägt. Ausstellungen der Werke im Unternehmen, im Daimler Contemporary am Potsdamer Platz Berlin sowie in internationalen Museen, beispielsweise in New York, Karlsruhe, Detroit, Johannesburg, Tokio, Singapur, Sao Paulo und Buenos Aires, ermöglichen eine breite Auseinandersetzung mit der Sammlung. Dazu bietet die Daimler Art Collection Förderpreise für junge Kunst sowie ein begleitendes Education Program für Schülerinnen und Schüler.

Weitere Informationen zur Daimler Art Collection sind im Internet verfügbar: http://art.daimler.com/

Quelle: daimler.com | Fotos © Daimler AG

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